Wie berechnet man die Mietrendite?
Wie berechnet man die Mietrendite?
In der Schweiz wird die Mietrendite zunächst berechnet, indem die jährlichen Mieteinnahmen mit dem Kaufpreis der Immobilie verglichen werden. Die einfachste Berechnung ist die Bruttorendite: jährliche Mieteinnahmen ÷ Kaufpreis. Doch diese Zahl reicht nicht aus. Um die tatsächliche Rentabilität zu messen, muss die Nettorendite berechnet werden, indem mindestens die Unterhaltskosten, eine Rückstellung für Leerstand, die Erwerbskosten und bei einer Finanzierung die Hypothekarzinsen abgezogen werden. Mit dieser Berechnung lässt sich die tatsächliche Mietrentabilität einer Immobilie beurteilen.
Bei einer Hypothek muss man auch die Eigenkapitalrendite betrachten, also den jährlichen Nettoertrag geteilt durch den vom Käufer tatsächlich investierten Betrag. Diese Kennzahl kann dank des Hebeleffekts besser ausfallen, weil Sie weniger Kapital binden. Dennoch muss der Cashflow kontrolliert werden: Eine Immobilie kann auf dem Papier rentabel erscheinen und dennoch jährlich zu einem Geldabfluss führen, sobald Zinsen, Amortisation und die übrigen Kosten bezahlt sind. Um die Mietrendite in der Schweiz korrekt zu berechnen, muss deshalb immer zwischen Bruttorendite, Nettorendite, Eigenkapitalrendite und realer Liquidität unterschieden werden.
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- Was bedeutet die Mietrendite in der Schweiz wirklich?
- Warum verändert die Hypothek die Mietrentabilität grundlegend?
- 2 Szenarien zur Berechnung der Mietrendite
- Erwerbs- und laufende Kosten
- Was Kreditgeber zusätzlich zur Rendite prüfen
- Aktuelle Rechts- und Steuersituation: Was Ihre Berechnung beeinflusst
- Wie verbessern Sie Ihre Mietrendite?
Die Mietrendite ist kein bloßer Prozentsatz, der auf den Kaufpreis gesetzt wird. In der Schweiz hängt sie von der Finanzierungsstruktur, der tatsächlichen Höhe der Mieten, den kantonal unterschiedlichen Erwerbskosten, den Unterhaltskosten, Mietausfällen und der steuerlichen Behandlung ab. Mit einer Hypothek wird die Berechnung interessanter, aber auch irreführender : Eine Immobilie kann eine attraktive Mietrendite auf das Eigenkapital ausweisen und dennoch einen angespannten Cashflow erzeugen, sobald Zinsen und Amortisation bezahlt sind.
Für private Investoren besteht der klassische Fehler darin, nur auf die Bruttorendite zu schauen, zum Beispiel jährliche Mieteinnahmen ÷ Kaufpreis. Diese erste, nur scheinbare Mietrendite ist nützlich, aber unzureichend. Diese Kennzahl ist für eine erste Auswahl hilfreich, reicht aber nicht aus, um über eine wirklich akzeptable Mietrendite zu entscheiden. Worauf es wirklich ankommt, ist die Mietrentabilität nach realistischen Kosten und anschliessend die Mietrendite auf das tatsächlich gebundene Eigenkapital. Das gilt umso mehr, wenn Sie einen Teil der Immobilie mit einer Hypothek finanzieren. Bei einem Schweizer Renditeobjekt verändert die Finanzierung die Beurteilung des Dossiers.
Sie finden hier zwei Zahlenbeispiele zu einer Immobilie im Wert von CHF 800’000.–, kantonale Orientierungspunkte zu den Erwerbskosten sowie rechtliche und steuerliche Aspekte, die die Schweizer Mietrendite verändern. Ziel ist es, Ihnen zu helfen, einen Fehlkauf zu vermeiden und die Berechnung Ihrer Mietrentabilität verlässlicher zu machen.
Praxistipp : Lassen Sie vor dem Kauf sowohl die Schweizer Immobilienrendite des Projekts als auch seine Bankfähigkeit prüfen. Ein erfahrener Hypothekarbroker kann mehrere Kreditgeber vergleichen und Sie davor bewahren, ein Objekt zu finanzieren, das auf dem Papier rentabel wirkt, in der Praxis aber nicht.
Was bedeutet die Mietrendite in der Schweiz wirklich?
Der Begriff Mietrendite bezeichnet den Ertrag einer vermieteten Immobilie im Verhältnis entweder zum Kaufpreis oder zum tatsächlich investierten Kapital. Das ist die Grundlage jeder seriösen Schweizer Immobilienrendite. Es existieren mehrere Kennzahlen nebeneinander. Sie beantworten nicht alle dieselbe Frage.
Bruttorendite : ein schneller Filter, keine Entscheidung
Die Bruttorendite wird so berechnet : jährliche Bruttomieteinnahmen geteilt durch den Kaufpreis. Wenn eine für CHF 800’000.– gekaufte Immobilie jährlich CHF 32’000.– an Mieten einbringt, beträgt ihre Bruttorendite 4%. Diese Zahl ermöglicht einen schnellen Vergleich mehrerer Objekte. Sie sagt jedoch nichts über die Erwerbskosten, den Unterhalt, den Leerstand, nicht umlagefähige Kosten oder die Finanzierung aus. Allein verwendet, verschönert sie das Dossier fast immer.
Nettorendite : der eigentliche Beginn der Analyse
Bei der Nettorendite werden die für den Betrieb der Immobilie notwendigen Kosten abgezogen. Je nach gewählter Methode ziehen Sie mindestens den laufenden Unterhalt, wahrscheinliche Mietausfälle und bei einem liquiditätsorientierten Ansatz die Hypothekarzinsen ab. Hier kann dieselbe Immobilie von einer “attraktiven” Mietrendite zu einem banalen Ergebnis werden. In der Schweiz unterschätzen viele Käufer den jährlichen Unterhalt.
Eigenkapitalrendite : die Kennzahl, die mit einer Hypothek alles verändert
Die Rendite auf dem investierten Kapital misst, was Ihr persönliches Kapital tatsächlich erwirtschaftet. Die Grundformel ist einfach : jährlicher Nettoertrag geteilt durch Ihr eingesetztes Eigenkapital einschliesslich der nicht finanzierten Erwerbskosten. Hier zeigt sich der Hebeleffekt, und hier verändert die Mietrendite auf Eigenkapital ihr Gesicht. Eine Hypothek kann Ihre Eigenkapitalrendite verbessern, weil Sie weniger Kapital einsetzen. Doch diese bessere Kennzahl bedeutet nicht automatisch, dass sich die Immobilie “von selbst trägt”.
Warum verändert die Hypothek die Mietrentabilität grundlegend?
Wird eine Immobilie bar gekauft, ist die Berechnung relativ stabil : Der Nettoertrag hängt vor allem von der Miethöhe, den Kosten und der Besteuerung ab. Mit einer Hypothek kommt eine entscheidende Ebene hinzu : die Kosten der Verschuldung. Genau hier liegt der Unterschied zwischen Mietrentabilität und Cashflow.
Der Hebeleffekt kann die Eigenkapitalrendite verbessern
Angenommen, Ihre Immobilie bringt mehr ein als die Zinskosten. Dann wirkt die Verschuldung als Hebel : Sie investieren weniger Eigenkapital, und die Rendite auf Ihren Eigenmitteln steigt. Deshalb werden manche Objekte mit mittlerer Rendite interessant, sobald sie intelligent finanziert werden. Positiv ist dieser Effekt aber nur, wenn die Differenz zwischen dem Netto-Mietertrag und der Zinsbelastung ausreichend bleibt.
Amortisation ist kein Verlust, senkt aber die Liquidität
Viele Investoren machen bei der Amortisation einen Lesefehler. Die Amortisation ist wirtschaftlich gesehen kein Aufwand wie die Zinsen : Sie verwandelt Liquidität in Eigenkapital in der Immobilie. Ihr Nettovermögen kann also steigen, obwohl Ihr jährlicher Cashflow schwach oder negativ wird. Deshalb kann ein Objekt eine gute Schweizer Mietrendite auf das investierte Kapital und auf dem Papier eine korrekte Mietrendite aufweisen und trotzdem im Alltag unangenehm bleiben. Diese Diskrepanz ist bei der Schweizer Mietrendite häufig.
Ein weiterer oft übersehener Punkt ist, dass die Bank nicht wie Sie denkt. Sie schaut nicht nur auf den erwarteten Mietertrag. Sie wendet ihre eigenen Sicherheitsmargen, ihre Bewertung der Immobilie, ihre Einschätzung des Vermietungsrisikos und ihre internen Anforderungen an Renditeobjekte an. Seit dem 1. Januar 2025 erinnert die FINMA zudem daran, dass Renditeobjekte höhere Risikogewichte tragen als selbstgenutztes Wohneigentum, was manche Kreditgeber dazu veranlasst, beim Belehnungssatz oder bei der Schätzung des Immobilienpreises selektiver zu sein.
2 einfache Szenarien zur Berechnung der Mietrendite für eine Immobilie zu CHF 800’000.–
Um zwei Finanzierungsstrukturen korrekt zu vergleichen, legen wir eine einfache und vorsichtige nationale Annahme zugrunde. Die Immobilie kostet CHF 800’000.–. Die angesetzten jährlichen Bruttomieten betragen CHF 32’000.–, also 4% des Kaufpreises. Die Erwerbskosten werden auf 3% des Preises festgesetzt, also CHF 24’000.–. Das ist ein vernünftiger schweizweiter Arbeitsdurchschnitt, auch wenn die tatsächlichen Kosten je nach Kanton stark variieren. Für den laufenden Unterhalt wird 1% des Preises zurückgestellt, also CHF 8’000.– pro Jahr.
Wichtig : Diese Tabellen sind rein indikativ. Jede Berechnung der Mietrentabilität muss anschliessend an die tatsächliche Immobilie angepasst werden. Sie berücksichtigen hier weder die persönliche Besteuerung noch die detaillierten nicht umlagefähigen Kosten, einen längeren Leerstand oder künftige grössere Arbeiten. Sie dienen dazu, die Mechanik der Mietrendite mit und ohne Hypothek zu zeigen, also den Unterschied zwischen einer ausgewiesenen Mietrendite und einer tatsächlich vereinnahmbaren Rendite.
Szenario 1 : Kauf mit 60% Hypothek auf 10 Jahre, Zinssatz 2%, Amortisation 5% pro Jahr
| Rubrik | Angesetzter Wert | Kommentar |
|---|---|---|
| Preis | CHF 800’000.– | Erwerbswert der Immobilie |
| Eigenmittel | CHF 320’000.– | 40% Eigenkapital |
| Hypothekarbetrag | CHF 480’000.– | 60% des Preises |
| Erwerbskosten (Notar, Handänderung, Register usw.) | CHF 24’000.– | Arbeitshypothese von 3% |
| Jährliche Bruttomieten | CHF 32’000.– | Annahme einer Bruttorendite von 4% |
| Jährliche Schuldzinsen | CHF 9’600.– | 2% auf CHF 480’000.– |
| Jährliche Amortisation | CHF 14’400.– | 3% des ursprünglichen Hypothekarbetrags |
| Unterhaltskosten | CHF 8’000.– | Jährliche Rückstellung von 1% |
| Jährliche Rendite auf den Kaufpreis | 1,8% | (32’000 – 9’600 – 8’000) ÷ 800’000 |
| Jährliche Rendite auf das investierte Kapital | 4,30% | (32’000 – 9’600 – 8’000) ÷ (320’000 + 14’400) |
| Cashflow nach Amortisation | CHF 0.– | 32’000 – 9’600 – 8’000 – 14’400 |
Diese erste Tabelle zeigt, warum sich ein Investor irren kann, wenn er nur auf einen einzigen Indikator der Mietrendite schaut. Die Eigenkapitalrendite ist dank des Hebeleffekts besser als bei einem Barerwerb. Der Cashflow ist in diesem Fall jedoch null, wenn eine jährliche Amortisation von 3% verlangt wird. Die Immobilie schafft Vermögenswert, erzeugt aber keine zusätzliche Liquidität.
Szenario 2 : Kauf ohne Hypothek
| Rubrik | Angesetzter Wert | Kommentar |
|---|---|---|
| Preis | CHF 800’000.– | Erwerbswert der Immobilie |
| Eigenmittel | CHF 800’000.– | 100% Finanzierung mit Eigenkapital |
| Hypothekarbetrag | CHF 0.– | Keine Verschuldung |
| Erwerbskosten (Notar, Handänderung, Register usw.) | CHF 24’000.– | Arbeitshypothese von 3% |
| Jährliche Bruttomieten | CHF 32’000.– | Annahme einer Bruttorendite von 4% |
| Jährliche Schuldzinsen | CHF 0.– | Keine Zinsbelastung |
| Jährliche Amortisation | CHF 0.– | Keine Schuldrückzahlung |
| Unterhaltskosten | CHF 8’000.– | Jährliche Rückstellung von 1% |
| Jährliche Rendite auf den Kaufpreis | 3% | (32’000 – 8’000) ÷ 800’000 |
| Jährliche Rendite auf das investierte Kapital | 2,91% | (32’000 – 8’000) ÷ (800’000 + 24’000) |
| Cashflow nach Amortisation | CHF 24’000.– | 32’000 – 8’000 |
Bei einem Barkauf ist das Projekt stabiler. Der Cashflow ist positiv und klar nachvollziehbar. Ihr gebundenes Kapital ist jedoch deutlich höher, was die Rendite auf das investierte Kapital verringert. Zahlenmässiges Fazit : Eine Finanzierung kann die Mietrentabilität auf das Eigenkapital verbessern, gleichzeitig aber das jährlich verfügbare Einkommen verschlechtern, wenn die Amortisation hoch ist.
Richtige Lesart der beiden Szenarien : Wenn Ihr vorrangiges Ziel das verfügbare Jahreseinkommen ist, ist der schuldenfreie Kauf komfortabler. Wenn Ihr Ziel die Optimierung des eingesetzten Kapitals ist, kann eine Hypothekarstruktur sinnvoll sein, vorausgesetzt, Ihre Liquidität trägt die Amortisation und Unvorhergesehenes.
Erwerbs- und laufende Kosten
Die Erwerbskosten variieren stark je nach Kanton und verändern die Mietrendite
Die Handänderungssteuern, Eintragungsabgaben, Grundbuchgebühren und Notariatskosten unterscheiden sich von Kanton zu Kanton. Deshalb kann dieselbe Immobilie je nach Kaufort eine deutlich andere Mietrendite auf das investierte Kapital aufweisen, selbst wenn Preis und Miete identisch sind.
Der Kanton Waadt erhebt eine Handänderungssteuer von 2,2%. Je nach Gemeinde kann ein kommunaler Anteil hinzukommen. Bei einer Renditeimmobilie liegen die Einstiegskosten daher schnell über der nationalen Arbeitshypothese von 3%, wenn Handänderung, Grundbuch und Notariat zusammengerechnet werden.
Der Kanton Bern erhebt eine Handänderungssteuer von 1,8% der Gegenleistung. Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es einen Freibetrag für den Hauptwohnsitz, doch dieser Vorteil darf nicht mit einem Kauf zur Vermietung verwechselt werden.
Der Kanton Zürich erhebt seit dem 1. Januar 2005 keine Handänderungssteuer mehr. Das bedeutet nicht, dass der Kauf “kostenlos” ist, sondern dass die Kostenstruktur stärker auf Gebühren und Beurkundungskosten beruht.
Im Kanton Genf beträgt die Verkaufsregistrierungssteuer 3% des Preises. Genf wendet zudem das Casatax-Regime für den Hauptwohnsitz unter bestimmten Grenzen und Nutzungsbedingungen an. Dieser Mechanismus ist kein Standardvorteil für eine Renditeimmobilie. Viele Käufer lesen Casatax und glauben fälschlicherweise, dass die Ermässigung auch für einen Kauf zur Vermietung gilt.
Unterhalt, Leerstand und Steuern : die Posten, die die Berechnung verzerren
1% pro Jahr für den Unterhalt zurückzustellen, ist eine didaktische Grundlage, keine allgemeingültige Wahrheit. Ein neues Gebäude kann anfangs weniger kosten. Ein älteres oder schlecht renoviertes Gebäude kann deutlich mehr kosten. Zudem ist der nationale statistische Leerstand keine Garantie für eine durchgehende Vermietung. Das BFS hat per 1. Juni 2025 für die gesamte Schweiz eine Leerwohnungsziffer von 1% erfasst, mit deutlichen Unterschieden zwischen den Kantonen. Mit anderen Worten: Die Annahme eines Null-Leerstands ist selbst in einem angespannten Markt nicht seriös.
Eine häufige Falle besteht darin, die tatsächlichen Ausgaben durch bloss steuerliche Abzüge zu ersetzen. Das ist eine klassische Art, die Mietrendite zu überschätzen. Das ist ein Fehler. Ein pauschaler Unterhaltsabzug ist keine vereinnahmte Miete. Eine Amortisation ist wirtschaftlich gesehen kein buchhalterischer Verlust. Und ein künftiger Steuervorteil ist keine Gewissheit. Die richtige Reihenfolge der Analyse ist folgende: zuerst die wirtschaftliche Rendite der Immobilie, dann die Steuern, zuletzt die Finanzierung. Wer diese Reihenfolge umkehrt, zahlt oft zu viel für die Immobilie.
Was die Bank zusätzlich zur Schweizer Immobilienrendite prüft
Ein Investor denkt in Mietrendite. Die Bank denkt in Risiko. Diese Verschiebung erklärt, warum ein scheinbar logisches Dossier abgelehnt oder schlechter finanziert werden kann als erwartet.
Eigenmittel, Belehnungswert und Sicherheitsmarge
Gemäss den von der FINMA anerkannten Mindeststandards ist für Hypothekarfinanzierungen ein Mindestanteil von 10% Eigenmitteln erforderlich, der nicht aus der 2. Säule stammt, und die Schuld muss bei Geschäften, die unter diesen Rahmen fallen, grundsätzlich innerhalb von höchstens 15 Jahren auf zwei Drittel des Belehnungswerts reduziert werden. Bei Renditeobjekten wenden jedoch viele Kreditgeber eine strengere Risikobetrachtung an, sei es beim verlangten Eigenkapital, beim anerkannten Wert oder bei der berücksichtigten Miete.
Ein guter Kreditgeber begnügt sich nicht mit der aktuellen Miete. Er fragt sich, was passiert, wenn der Markt dreht, wenn die Wohnung leer steht, wenn die Kosten steigen oder wenn der bezahlte Preis im Verhältnis zum Belehnungswert zu hoch ist. Genau deshalb schafft ein Hypothekarbroker Mehrwert : Er sucht nicht nur einen Zinssatz, sondern eine Finanzierungsstruktur, die einer strengen Bankprüfung standhält.
Wenn Ihr Ziel konkret darin besteht, Ihre Liquidität zu erhalten, verlangen Sie eine Analyse, die die Mietrendite aus mehreren Blickwinkeln klar unterscheidet : Bruttorendite, Nettorendite, Eigenkapitalrendite und Cashflow nach Amortisation.
Aktuelle Rechts- und Steuersituation in der Schweiz : Was Ihre Berechnung beeinflusst
Die Mietrendite entwickelt sich nicht nur mit den Mieten und den Bankzinsen. Die Schweizer Mietrendite hängt auch vom rechtlichen Rahmen ab. Zwei Punkte verdienen besondere Aufmerksamkeit.
Referenzzinssatz für Mieten : Verwechseln Sie Ihre Schuldkosten nicht mit der zulässigen Miete
Auf Bundesebene wird der für die Mieten massgebende Referenzzinssatz vom Bundesamt für Wohnungswesen festgelegt. Er beträgt 1,25% und ist seit dem 3. März 2026 unverändert. Dieser Satz ist nicht dasselbe wie Ihre Festhypothek oder SARON-Hypothek. Mit anderen Worten: Wenn sich Ihre Finanzierung ändert, folgt Ihre Mietmarge nicht automatisch nach oben oder unten. Bei einer bereits vermieteten Immobilie hängt die Möglichkeit, die Miete anzupassen, vom Mietvertrag, vom Referenzzinssatz, von den anderen zulässigen Kostenfaktoren und von der konkreten Situation des Dossiers ab. Auch hier ist die Schweizer Mietrendite nie eine bloße Übertragung Ihrer Hypothekarkosten.
Reform des Eigenmietwerts : reale Auswirkungen, aber für Investoren richtig zu lesen
Am 1. April 2026 hat der Bundesrat den 1. Januar 2029 als Inkrafttreten der Reform der Wohneigentumsbesteuerung festgelegt, welche den Eigenmietwert für selbst bewohnte Immobilien abschafft. Für Investoren ist Folgendes interessant : Für eine seriöse Mietrentabilität muss die Steuerfrage an der richtigen Stelle im Modell eingeordnet werden. Die Abschaffung des Unterhaltskostenabzugs gilt nicht für alle in gleicher Weise, denn der Bundesrat präzisiert eine Ausnahme für vermietete oder verpachtete Liegenschaften. Gleichzeitig wird die Abzugsfähigkeit passiver Zinsen im Verhältnis zum Anteil vermieteter oder verpachteter Immobilien am Gesamtvermögen beschränkt.
Die praktische Folge ist einfach : Rechnen Sie keinen imaginären Steuervorteil in Ihre Schweizer Mietrendite ein. Bei einer vermieteten Immobilie müssen Sie vor jeder Schlussfolgerung die künftigen Ausführungsregeln und Ihre gesamte Vermögenssituation prüfen. Die Reform ist real, aber ihre Wirkung ist bei selbstnutzenden Eigentümern und bei Investoren nicht identisch.
Wie verbessern Sie Ihre Mietrendite, ohne sich etwas vorzumachen?
Die beste Art, die Mietrentabilität zu verbessern, besteht nicht darin, eine Tabelle schönzurechnen, sondern eine vertretbare Mietrendite zu erzielen.
- Kaufen Sie auf Basis der Nettorendite, nicht nur der Bruttorendite.
- Rechnen Sie die Erwerbskosten immer zum investierten Kapital hinzu. Sonst wird Ihre Eigenkapitalrendite künstlich aufgebläht.
- Trennen Sie Rendite und Cashflow. Eine Immobilie kann vermögensmässig gut und monatlich unangenehm sein.
- Testen Sie ein ungünstigeres Szenario : tiefere Miete, Leerstand, höherer Unterhalt, teurere Zinsen bei der Verlängerung.
- Lassen Sie das Projekt von einem Finanzierungsspezialisten prüfen. Ein Broker kann mit mehreren Kreditgebern verhandeln, nachteilige Klauseln erkennen und prüfen, ob die Struktur mit Ihrem Profil, Ihrer Steuerlage und Ihrem Anlagehorizont kohärent bleibt.
Auf einer Website, die auf Hypothekarkredite in der Schweiz spezialisiert ist, muss man direkt sein : Eine Renditeimmobilie ist nur interessant, wenn die Zahlen auch nach den gewöhnlichen schlechten Nachrichten noch tragen. Wenn Ihre Berechnung von null Leerstand, wenig Unterhalt, klein gerechneten Erwerbskosten und dauerhaft günstiger Besteuerung ausgeht, ist Ihre Rendite nicht solide. Das ist nur ein optimistisches Szenario.
Möchten Sie ein konkretes Projekt prüfen lassen ? Verlangen Sie vor der Unterschrift eine vollständige Analyse des Dossiers : Finanzierungsfähigkeit, Vergleich von Kreditgebern, Einfluss des Kantons auf die Erwerbskosten, Nettorendite, Rendite auf das investierte Kapital und Cashflow nach Amortisation. Das ist der einfachste Weg, um eine nur scheinbare Rendite zu vermeiden.
Haftungsausschluss : Der vorliegende Inhalt dient nur zu Informationszwecken und stellt weder eine individuelle Steuerberatung noch eine Finanzierungszusage noch ein Zinsangebot dar. Die Angaben zu Mieten, Unterhalt, Leerstand und Erwerbskosten sind indikativ. Sie variieren je nach Objekt, Kanton, Kreditgeber, Profil des Kreditnehmers, Vermögensstruktur und rechtlicher Entwicklung. Eine seriöse Berechnung der Mietrendite muss immer an das konkrete Dossier angepasst werden. Eine gut präsentierte, aber falsch parametrisierte Schweizer Immobilienrendite bleibt eine schlechte Berechnung.
Verwendete Quellen
- BWO : Referenzzinssatz für Mieten.
- BFS : Leerwohnungen 2025.
- FINMA / SBVg : Mindeststandards und Hypothekarrisiko.
- EFD / ESTV : Reform der Wohneigentumsbesteuerung, Inkrafttreten am 1. Januar 2029.
- Waadt, Bern, Zürich, Genf : Handänderungssteuern, Eintragungsabgaben und kantonale Regeln zu den Erwerbskosten.



