Refinanzierung: Definition – Hypothek in der Schweiz refinanzieren
Bei einer Hypothekenrefinanzierung wird eine bestehende Hypothek ganz oder teilweise durch eine neue, von derselben Liegenschaft gesicherte Finanzierung ersetzt. Sie kann beim bisherigen Kreditgeber oder bei einem neuen Institut abgeschlossen werden und die gesamte Hypothek oder nur eine fällig gewordene Tranche betreffen.
Was ist eine Hypothekenrefinanzierung in der Schweiz?
In der Schweizer Bankpraxis beschränkt sich eine Refinanzierung nicht darauf, einen tieferen Zinssatz zu erhalten. Für eine übernehmende Bank handelt es sich um ein neues Kreditgeschäft: Sie beurteilt den Belehnungswert der Liegenschaft, den Belehnungssatz, Ihre Kreditwürdigkeit und Ihre Tragbarkeit neu. Der bestehende Schuldbrief kann dem neuen Kreditgeber als Sicherheit dienen, doch sein Vorhandensein verschafft Ihnen keinen automatischen Anspruch auf die Refinanzierung.
Refinanzierung, Verlängerung und Wechsel des Kreditgebers
Im engeren Sinn verlängert eine Hypothekenverlängerung in der Regel eine Hypothek beim bisherigen Kreditgeber, während eine Refinanzierung die bestehende Schuld rechtlich und wirtschaftlich durch einen neuen Kredit ersetzt. Ein Bankwechsel ist somit mit einer Refinanzierung verbunden; eine blosse Änderung des Zinssatzes oder des Hypothekarmodells stellt hingegen nicht zwingend eine Refinanzierung dar. Die Refinanzierung kann auch nur einen Teil betreffen, wenn lediglich eine Hypothekentranche ersetzt wird.

