Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Häufig gestellte Fragen in Kürze
Wie viel muss ich verdienen, um eine Hypothek zu erhalten?
In der Schweiz beurteilen Banken vor allem die finanzielle Tragbarkeit (theoretische Kosten): „gestresster“ Zinssatz (oft ca. 5 %), Amortisation sowie Unterhaltskosten (oft ca. 1 % des Immobilienwerts). Als Faustregel gilt, dass diese Kosten in der Regel nicht mehr als ca. 33 % Ihres Bruttoeinkommens ausmachen sollten.
Das erforderliche Einkommen hängt daher vom Kaufpreis, dem Fremdfinanzierungsbetrag und Ihren weiteren Verpflichtungen (Leasing, Kredite, Unterhaltszahlungen) ab. Bei vergleichbaren Dossiers gilt: Je tiefer Ihre fixen Kosten, desto höher Ihre Finanzierungskapazität. Nutzen Sie unseren Hypothekenrechner, um eine genauere Einschätzung zu erhalten.
Wie viel Eigenkapital benötige ich?
In der Regel sind mindestens 20 % Eigenmittel (Eigenkapital) auf den Kaufpreis erforderlich. In vielen Fällen müssen mindestens 10 % aus „echten“ Eigenmitteln stammen (Ersparnisse, Schenkungen, Säule 3a je nach Situation) und dürfen nicht ausschliesslich aus der 2. Säule stammen.
Je höher das Eigenkapital über dem Minimum liegt, desto besser sind Zinssatz, Dossierqualität und Sicherheitsmarge (und desto geringer die Amortisation). Für gewisse Objekte (Renditeobjekte, atypische Immobilien) können strengere Anforderungen gelten.
Kann ich mein Vorsorgeguthaben aus der beruflichen Vorsorge (BVG/LPP) für den Kauf einer Immobilie verwenden?
Ja. Im Rahmen der Wohneigentumsförderung (WEF) können Sie Ihre 2. Säule (BVG/LPP) für Ihr selbstbewohntes Eigenheim einsetzen – entweder mittels Vorbezug oder Verpfändung. Der Vorbezug erhöht die Eigenmittel, die Verpfändung belässt das Guthaben in der Vorsorge und kann die Finanzierungskapazität verbessern.
Achtung: Ein Vorbezug kann Ihre Vorsorgeleistungen (Alter, Invalidität, Tod) reduzieren und unterliegt einer separaten Besteuerung. Die Verpfändung vermeidet eine sofortige Besteuerung, kann jedoch die Verschuldung und laufenden Kosten erhöhen.
Kann ich ein Beispiel für eine Hypothekarberechnung sehen?
Nachfolgend ein vereinfachtes Beispiel für eine Hypothekarberechnung. Nutzen Sie gerne unseren kostenlosen Hypothekenrechner mit Ihren eigenen Daten.
- Immobilienpreis = 1'000'000.-
- Eigenmittel (20 %) = 200'000.-
- Hypothek 1. Rang = 650'000.-
- Hypothek 2. Rang = 150'000.-
- Pflichtamortisation = 10'000.- (150'000 / 15)
- Fiktiver Zinssatz 5 % = 40'000.- (800'000 × 5 %)
- Unterhaltskosten 1 % = 10'000.-
- Fiktive jährliche Kosten = 60'000.-
- Erforderliches Jahreseinkommen = 180'000.-
- Monatliche Kosten = 3'080.-
Was ist ein Hypothekenmakler?
Ein Hypothekenmakler ist ein unabhängiger Vermittler, der Ihre Situation analysiert, Ihr Dossier strukturiert und mehrere Kreditgeber (Banken/Versicherungen) kontaktiert, um vergleichbare Angebote zu erhalten (Zinssätze, Konditionen, Flexibilität, Amortisation) – für Sie in der Regel kostenlos.
Er hilft Ihnen zudem, kostspielige Fehler zu vermeiden (falsches Timing, ungeeignete Produkte, nachteilige Klauseln) und die optimale Strategie zu wählen (Festhypothek vs. SARON, Laufzeiten, Tranchen, Risiken).
Warum die Dienstleistungen von „PrêtImmobilier.ch“ nutzen?
Wir verfügen über eines der grössten Netzwerke professioneller Hypothekenmakler in der Schweiz, um Ihnen Zeit zu sparen und die besten Konditionen für Ihre Hypothek zu erzielen. Wir analysieren Ihr Profil, vergleichen Kreditgeber und begleiten Sie bei der Auswahl Ihrer Hypothek (Laufzeit, Hypothekenart, Tranchen).
Sie profitieren zudem von einer umfassenden Betreuung von A bis Z (Dossier, Konditionen, Koordination) sowie von einer externen Prüfung kritischer Punkte (Kosten, Eigenmittel, Amortisation, Sicherheitsmarge).
Wie wählen Sie Ihren Hypothekenfinanzierungsberater aus?
Achten Sie auf vier Punkte: Transparenz (Vergütung/Provisionen), realer Zugang zu mehreren Kreditgebern, Beratungsqualität (Erklärungen, Szenarien, Risiken) sowie Erfahrung mit ähnlichen Dossiers (Angestellte, Selbstständige, variable Einkommen, STWE/PPE usw.).
Verlangen Sie schriftliche Vergleiche (Zinssätze, Laufzeiten, Strafgebühren, Optionen) und eine klare Darstellung der Kompromisse: Der „beste Zinssatz“ ist nicht immer die beste Lösung, wenn die Bedingungen zu starr sind.
Welche verschiedenen Arten von Hypotheken gibt es?
Die gängigsten Hypothekenarten sind: Festhypothek (Stabilität über 2–10+ Jahre), variable Hypothek (SARON) sowie Kombinationshypothek (Fest + variabel zur Balance von Stabilität und Flexibilität).
Die richtige Wahl hängt vor allem von Ihrem Anlagehorizont, Ihrer Risikobereitschaft, Ihrem Monatsbudget und Ihrer Fähigkeit ab, steigende Zinsen zu tragen.
Wie finde ich die beste Hypothek?
Klären Sie zunächst Ihre Prioritäten: maximales Budget, Wunsch nach Stabilität, Flexibilität (vorzeitige Rückzahlung, Umzug, Verkauf) und Laufzeitenstrategie. Vergleichen Sie anschliessend Zinssätze und Vertragsbedingungen (Strafgebühren, Kosten, Optionen, Amortisation).
Die „beste“ Hypothek optimiert Gesamtkosten, Risiko und Flexibilität für Ihre persönliche Situation – nicht nur den am Stichtag ausgewiesenen Zinssatz. Die Finanzierung Ihrer Immobilie sollte individuell angepasst sein.
Welche Kosten fallen bei einer Hypothek für den Käufer/Kreditnehmer an?
Die Erwerbsnebenkosten umfassen:
• auf Finanzierungsebene: mögliche Dossiergebühren, Schätzungs-/Expertisekosten sowie Kosten für Sicherheiten je nach Struktur. Banken verrechnen gewisse Gebühren je nach Institut unterschiedlich.
• auf Immobilienseite (oft der grösste Teil): Notar, Grundbuch, allfällige Handänderungssteuern (kantonal geregelt) sowie Kosten für Urkunden und Eintragungen. Planen Sie zudem ein Budget für Unterhalt und Versicherungen nach dem Kauf ein.
Wie hoch sind die aktuellen Hypothekarzinsen in der Schweiz?
Die Zinssätze schwanken täglich und werden in unserer Vergleichstabelle der aktuellen Hypothekarzinsen laufend aktualisiert.
Was ist eine STWEG (Stockwerkeigentum / Miteigentum) und wie kauft man eine solche Immobilie?
Eine PPE (Stockwerkeigentum) ist eine Form des Miteigentums: Sie besitzen Ihre Einheit (Wohnung) und teilen sich die Gemeinschaftsflächen (Dach, Lift, Fassaden). Sie bezahlen STWE-Kosten und leisten Beiträge an den Erneuerungsfonds gemäss Wertquote.
Prüfen Sie vor dem Kauf Protokolle, Reglemente, Stand des Fonds, geplante Renovationen und laufende Kosten. Eine sorgfältige Prüfung vermeidet unangenehme Überraschungen (teure Sanierungen, Konflikte, restriktive Regeln).
Welche steuerlichen Vorteile sind mit einem Hypothekarkredit verbunden?
In der Schweiz umfassen die möglichen steuerlichen Abzüge im Zusammenhang mit einem Immobilienkauf mittels Hypothek insbesondere: Hypothekarzinsen sind grundsätzlich abzugsfähig (abhängig von Ihrer Steuersituation), ebenso bestimmte Unterhaltskosten (Pauschale oder effektiv, je nach Kanton). Dies kann die Steuerlast reduzieren.
Demgegenüber kann der Eigenmietwert (je nach geltendem System) das steuerbare Einkommen erhöhen. Die Nettowirkung hängt vom Kanton, Einkommen und Verschuldungsgrad ab.
Kann man eine Hypothek vor ihrer Fälligkeit neu verhandeln oder erneuern?
Ja, allerdings führt eine vorzeitige Auflösung einer Festhypothek häufig zu einer teils hohen Vorfälligkeitsentschädigung. Der erwartete Zinsvorteil muss daher mit den Austrittskosten verglichen werden.
Für die Erneuerung Ihrer Hypothek empfiehlt es sich, frühzeitig (oft mehrere Monate im Voraus) zu planen, um Angebote zu vergleichen und den optimalen Zeitpunkt zu wählen (Laufzeiten, Tranchen, Zinsart).
Wie berechnen Sie Ihre Tragbarkeit (Finanzierungskapazität)?
Standardmethode zur Berechnung Ihrer finanziellen Tragbarkeit: Theoretische Kosten = (Hypothek × gestresster Zinssatz) + Amortisation + Unterhalt, anschliessend Vergleich mit dem Bruttoeinkommen. Viele Kreditgeber verlangen, dass diese Kosten ≲ 1/3 des Haushaltsbruttoeinkommens betragen.
Praktische Schritte: 1) Immobilienpreis, 2) Eigenmittel (mind. 20 %), 3) Hypothek, 4) gestresste Kosten, 5) Hinzurechnung/Abzug weiterer Verpflichtungen (Kredite, Unterhalt, Kinder). Ein Makler kann dies gemäss institutsspezifischen Richtlinien verfeinern.
Häufig gestellte Fragen im Detail
Grundbuchgebühren in der Schweiz: Wie berechnet man sie?
Was sind die Grundbuchgebühren beim Immobilienkauf mit einer Hypothek? Wie werden diese Kosten für die offizielle Eintragung berechnet, die Sie als neuen Eigentümer ausweist?
Hypothekenlaufzeit: Wie lange ist die Laufzeit eines Hypothekendarlehens in der Schweiz?
Laufzeit der Hypothek: Anzahl der Jahre, Auswirkungen auf Risiko, Flexibilität und Gesamtkosten Ihrer Hypothek.
Kaufen oder mieten: Wie entscheiden Sie – und worauf sollten Sie Ihre Wahl stützen?
Immobilie kaufen oder mieten: Wie treffen Sie die richtige Wahl? Wie viel sparen Sie, wenn Sie kaufen? Welche Kriterien sollten Sie berücksichtigen? Wie vergleichen Sie die beiden Optionen?
Notarkosten in der Schweiz: Wie werden sie berechnet?
Wie werden die Notarkosten beim Immobilienkauf in der Schweiz berechnet: Kaufvertrag, Grundbuch, Schuldbrief, Steuern, Handänderungssteuer, Gebühren, Hypothek, Berechnung und Unterschiede
Vorbezug aus der Pensionskasse (2. Säule, BVG) für den Immobilienkauf: wie viel, wann, steuerliche Folgen?
Kann man für einen Immobilienkauf in der Schweiz BVG-Gelder (2. Säule) beziehen? Erfahren Sie, wie viel möglich ist, ob es sinnvoll ist und welche steuerlichen Konsequenzen entstehen.
Was ist die Schweizerische Nationalbank und wozu dient sie?
Erfahren Sie, wozu die Schweizerische Nationalbank (SNB) dient: Aufgaben, Preisstabilität, Inflation, Schweizer Franken, Liquidität sowie Auswirkungen auf SARON und Hypotheken. Den SNB-Leitzins verstehen
Wie viel kann ich für den Kauf meines Hauses in der Schweiz aufnehmen?
Berechnen Sie Ihre Tragbarkeit in der Schweiz: einfache Methode, Zahlenbeispiele, Grafik und Tipps, um zu wissen, wie viel Sie für eine Hypothek aufnehmen können.
Wie wählt man die richtige Hypothek in der Schweiz?
Die beste Hypothek finden und die passende Immobilienfinanzierung (Festhypothek, variable Hypothek, gemischte Hypothek) je nach Zinsentwicklung, Hypothekarlaufzeit, Budget und zukünftigen Lebensereignissen auswählen.
